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JuPa · Junge Parkinsonkranke · RLP-Süd

Experten-FAQ

„Erkrankte fragen – Spezialisten antworten“

Hier sammeln wir Eure Fragen zu Parkinson. Jeder kann eine Frage stellen und wir wählen dann aus den Einsendung die interessantesten Fragen aus und lassen Sie von einem geeigneten Experten beantworten.

Ein Team von Spezialisten aus verschiedenen Bereichen hat sich bereit erklärt Euch zu antworten. Unten sind Sie kurz vorgestellt und bereits beantwortete Fragen werden aufgelistet.

Wenn Ihr eine Frage habt die noch nicht beantwortet wurde dann könnt ihr sie unten über das Formular einreichen. Wir fragen keine persönlichen Daten ab, die Daten werden komplett anonym bei uns verarbeitet. 

Ihr erhaltet daher aber auch keine Rückmeldung von uns zu Eurer Frage. Schaut einfach öfter mal vorbei ob Eure Frage veröffentlicht und beantwortet worden ist.

Ausgewählte Fragen und Antworten

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    • Hilft CBD-Öl wirklich bei Parkinson?

      Einige Parkinsonsymptome könnten auf CBD-Öl ansprechen. Dies sind vorrangig nicht motorischer Art (z.B. Depression, Ängstlichkeit, Schmerz, Halluzination, vermehrter Speichelfluss). Umfangreiche Studien liegen hierzu bisher jedoch noch nicht vor.

      Deshalb ist es dringend zu raten eine solche Therapie mit dem Arzt abzustimmen der die entsprechende Dosierung vom Apotheker zubereiten zu lassen. Eine Verschreibungsfähigkeit steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist Cannabis eine Alternative bei Unverträglichkeiten gegenüber regulären Parkinson-Medikamenten (z.B. Madopar)?

      Die Verwendung von Medicinal Cannabis ist nur zugelassen wenn andere Therapien ausgereizt oder nicht vertragen werden. Bei schmerzhaften Dystonien hat sich die Verordnung von THC dominanten Zubereitungen in einigen Fällen als sinnvoll erwiesen. Eine Beantragung bei der Krankenkasse und die Verordnung durch den Arzt auf BTM-Rezept ist allerdings Voraussetzung.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist ein Ausschleichen von Cannabis bei Nichtverträglichkeit oder Wirkungslosigkeit mit Risiken für den Patienten verbunden? Wirken danach reguläre Medikamente wie zuvor?

      Medicinal Cannabis wird langsam eindosiert und sollte auch genauso langsam wieder ausgeschlichen werden. Bei diesem Vorgehen  sind erhebliche Probleme nicht zu befürchten. Eine Wirkungsverschlechterung der Parkinsonmedikamente ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht beschrieben. 

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Gehört Cannabis bei Morbus Parkinson zu einer Therapie der Zukunft?

      Es gibt zunehmend mehr und bessere Studien die eine Wirksamkeit von Medicinal Cannabis bei Parkinson belegen. Für eine grundsätzliche therapeutische Empfehlung ist es aber noch zu früh. Zulassungsstudien, wie für die bekannten Parkinsonmedikamente, fehlen bisher.

      Medicinal Cannabis ist keine „Wunder“-Behandlungsoption. Wir haben aber bei Parkinsonpatienten durch den zusätzlichen Einsatz von Medicinal Cannabis gute Erfolge erzielen können.

      Langfristig sind von dem breiten Wirkstoffspektrum der Cannabispflanze weitere Therapieansätze zu erwarten. Studien hierzu sind jedoch erst in Vorbereitung.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Wie lange dauert es bis die Therapie nach einer Implantation einer THS zu wirken beginnt?

      In der Regel wird das THS-System erst aktiviert, wenn der Patient sich von der Operation erholt hat. Nach der Aktivierung tritt unter Umständen bereits eine Linderung der störenden Symptome ein. Optimale Ergebnisse werden normalerweise aber erst nach mehreren Programmiersitzungen mit einem Arzt oder einer Pflegekraft erzielt.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Handelt es sich bei einer THS um eine Therapie, die kein ganzes Leben lang unverändert im Körper bleibt?

      Die THS-Therapie ist einstellbar, sodass die Stimulation im Laufe der Zeit so angepasst werden kann, dass die Kontrolle über die Symptome eines Patienten erhalten bleibt. Nach einer gewissen Zeit muss außerdem bei einigen Schrittmachern der Akku ausgetauscht werden.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Auf welche Weise wirkt Rasagilin gegen Parkinson, hat das Medikament Nebenwirkungen – wenn ja welche?

      Rasagilin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven MAO-B-Hemmer und verhindert den Abbau des Botenstoffs Dopamin. Dadurch steht dem Gehirn mehr Dopamin zur Verfügung um eine bessere Beweglichkeit zu erzielen.

      Es kann im Anfangsstadium der Erkrankung als Monotherapie und im weiteren Verlauf in Kombination mit Levodopa verabreicht werden.

      Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome, Depression, Gelenkschmerzen und Sodbrennen.

      Bei der Anwendung müssen die zahlreichen möglichen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden. Hier sollte jedes neu verordnete Medikament mit dem Haus- oder Facharzt abgesprochen werden.

      Rasagalin darf u.a. nicht gleichzeitig mit anderen MAO-Hemmern, Pethidin (Schmerzmittel), Fluoxetin und Fluvoxamin oder Johanniskraut (Antidepressiva) eingenommen werden. Auch ist die Einnahme bei eingeschränkter Leberfunktion untersagt.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Welche nicht-motorischen Symptome sind für Parkinson Patienten besonders belastend?

      Unter nicht-motorischen Störungen versteht man eine Vielzahl von Parkinsonbeschwerden, die nicht die Beweglichkeit betreffen.

      Hierzu gehören u.a.: Schmerzen, Depressionen, Interessenverlust, Tagesmüdigkeit, Einschlafattacken, Schlafstörungen, Halluzinationen, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, Störungen der Blutdruckregulation (orthostatische Dysregulation) mit Schwindel und Stürzen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfungen, Blasen- und Sexualfunktionsstörungen, geschwollene Beine, Schluckstörungen, Gewichts zu- oder abnahmen, vermehrtes Schwitzen, erhöhter Speichelfluß, Verhaltensauffälligkeiten (Impulskontrollstörungen).

      Die Zuordnung welches dieser Symptome den Patienten am meisten belastet ist individuell verschieden. Am häufigsten angegeben werden:  Harndrang, Verstopfung, Tagesmüdigkeit, Interessenverlust und Schmerzen.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

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      Wenn Ihr noch eine Frage habt die oben noch nicht beantwortet wurde schreibt uns hier über dieses Formular. Unter allen eingesendeten Fragen wählen wir fortwährend die interessantesten aus und lassen Sie von einem unserer Experten oben beantworten.

      Das Ergebnis wird dann hier auf dieser Seite veröffentlicht.

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