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JuPa · Junge Parkinsonkranke · RLP-Süd

Experten-FAQ

„Erkrankte fragen – Spezialisten antworten“

Hier sammeln wir Eure Fragen zu Parkinson. Jeder kann eine Frage stellen und wir wählen dann aus den Einsendung die interessantesten Fragen aus und lassen Sie von einem geeigneten Experten beantworten.

Ein Team von Spezialisten aus verschiedenen Bereichen hat sich bereit erklärt Euch zu antworten. Unten sind Sie kurz vorgestellt und bereits beantwortete Fragen werden aufgelistet.

Wenn Ihr eine Frage habt die noch nicht beantwortet wurde dann könnt ihr sie unten über das Formular einreichen. Wir fragen keine persönlichen Daten ab, die Daten werden komplett anonym bei uns verarbeitet. 

Ihr erhaltet daher aber auch keine Rückmeldung von uns zu Eurer Frage. Schaut einfach öfter mal vorbei ob Eure Frage veröffentlicht und beantwortet worden ist.

Ausgewählte Fragen und Antworten

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    oder
    • Muss man zur Behandlung der Parkinson-Krankheit unbedingt ins Krankenhaus und worauf sollte man gegebenenfalls achten, wenn man selbst oder ein Angehöriger mit Parkinson ins Krankenhaus muss?

      Die Behandlung einer Parkinson-Erkrankung erfolgt nicht immer stationär. Manchmal ist es erforderlich, zum Beispiel bei einer unklaren Diagnose bzw. bei Abklärung von Differentialdiagnosen, einen stationären Aufenthalt zu planen. Zusätzlich kann es bei einer klinischen Zustandsverschlechterung ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein. Es wird immer wieder Situationen geben wie z. B. die akinetische Krise die nur im Rahmen eines stationären Aufenthaltes zu behandeln sind. Akinese, Rigor und Tremor sind in der Frühphase der Parkinson-Erkrankung ambulant noch gut zu behandeln.

      In fortgeschrittenen Stadien zeigen sich jedoch erhebliche Probleme wie Fluktuationen, Dyskinesien und Dystonien, die durch Dosisanpassung nicht zu beherrschen sind. Vegetative Störungen wie Koprostase, Synkopen und die daraus resultierenden Stürze bedürfen einer weiteren stationären engmaschigen Behandlung. Auch invasive Therapien sollten möglichst im Rahmen eines stationären Aufenthalts erfolgen; hierzu gehören Apomorphin- und Levodopa-Pumpen und natürlich die tiefe Hirnstimulation. Und daneben müssen natürlich auch die nicht motorischen Störungen behandelt werden; hierzu gehören autonome sowie neuropsychiatrische Probleme. Zu nennen sind Psychosen, demenzielle Entwicklung, schwere Angstsymptomatik und Depression sowie Impulskontrollstörungen. Diese Symptome können schwerwiegende Verläufe haben, weshalb eine stationäre Aufnahme auch kurzfristig notwendig sein kann.

      Dr. Pantea Pape

    • Welches sind die gebräuchlichsten Medikamente gegen Morbus Parkinson und mit welchem "Basismedikament" beginnt häufig die Parkinson-Behandlung?

      Für einen Krankenhausaufenthalt sollte der Parkinson-Patient immer einen gültigen Medikamentenplan haben. Darin sollen alle verordneten Medikamente, exakt mit den vorgeschriebenen Einnahmezeiten aufgeführt sein. Der Patient sollte die Parkinson-Medikamente unbedingt mit dem erforderlichen zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten (eine halbe Stunde, besser noch 1 Stunde vor oder eine Stunde nach dem Essen) einnehmen. Die Tabletten dürfen nicht mit einem eiweißhaltigen Transportmittel (z. B. Joghurt, Fisch oder Fleisch) verabreicht werden. Die Medikamente sollten für ca. 3-4 Wochen sicherheitshalber mitgenommen werden, falls das Krankenhaus diese erst bestellen muss.

      Es darf nicht passieren, dass der Patient aus vermeintlichen Kostengründen Generika erhält. Das kann zur Folge haben, dass man nicht unterscheiden kann, ob eine eventuell eintretende Verschlechterung des Allgemeinbefindens von der Änderung der Parkinson-Medikation oder von der Krankheit, wegen der er im Krankenhaus ist, verursacht wurde.  Der Patient selbst, wenn er psychophysisch in der Lage ist, ansonsten der Bevollmächtigte sollte darauf bestehen, dass bei Problemen ein Neurologe hinzugezogen wird. Mit dem Neurologen sollte besprochen werden, dass der Patient so lange seine mitgebrachten Medikamente einnimmt, bis das Krankenhaus die exakt identischen Medikamente beschafft hat. Der Medikamenten-Plan sollte von Beginn an übergeben werden.

      Sollte der Neurologe die Beschaffung der identischen Medikamente ablehnen, so sollte der Patient während des Krankenhausaufenthaltes konsequent die mitgebrachten Medikamente einnehmen, oder diese dem Personal geben, damit diese entsprechend gestellt und dem Patienten verabreicht werden. Alternativ sollte über den Wechsel in ein anderes Krankenhaus nachgedacht werden.

      Bei operativen Eingriffen kann die Karte „Anästhesie bei Parkinson“ hilfreich sein, die man dem Anästhesisten übergeben kann. Man sollte auf jeden Fall klären, dass bei der Narkose auf den Morbus Parkinson Rücksicht genommen wird.

      Da schon eine geringe Schwankung der Wirkung der Parkinson-Medikamente zu einer dramatischen Verschlechterung des Allgemeinzustands des Patienten führen kann, ist die Einnahme der Medikamente zu den festgelegten Zeiten – abgestimmt mit den Mahlzeiten – von außerordentlicher Bedeutung.

      Nicht alle Ärzte, die Parkinson Schwestern und Pfleger haben ausreichende Kenntnisse von der Krankheit Parkinson. Die Besonderheiten der Parkinson-Erkrankung sind nicht immer und jedem bekannt, z. B. der plötzliche Harndrang, der Anlass zu häufigen Toilettengängen gibt. Das kann in manchen Fällen zu Fehlinterpretationen führen.

      Dr. Pantea Pape

    • Kann ich mit einer THS wieder normale Alltagsaktivitäten aufnehmen?

      Patienten mit einem neu implantierten THS-System sollten in den ersten Wochen nach der Operation anstrengende Aktivitäten, das Heben von Armen über die Schulterhöhe und ein übermäßiges Strecken des Halses vermeiden. Etwa 3-4 Wochen nach der OP können sportliche Aktivitäten oder eine Berufstätigkeit wiederaufgenommen werden. Die meisten Alltagsaktivitäten sind ohne Probleme möglich.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Ist der Neurostimulator sichtbar?

      Die Elektroden sitzen direkt in der Zielregion des Gehirns und sind somit nicht sichtbar.

      Die Verbindung zwischen Elektroden und Impulsgeber (Batterie) wird einseitig rechts oder links unter der Haut zum Impulsgeber geführt. Der Impulsgeber ist unter der Haut und wird an der Muskulatur (Pectoralis = Brustmuskel) unterhalb des Schlüsselbeins befestigt, sodass eine Lageveränderung ausgeschlossen ist. Er ist tastbar und bei sehr dünnen Menschen ggf. auch sichtbar. Je nach Körperbau kann der Neurostimulator als eine kleine Wölbung unter der Haut wahrnehmbar sein. Der Neurostimulator ist kaum sichtbar und stört subjektiv nicht.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann durch eine THS Parkinson geheilt werden?

      Zum jetzigen Stand der Wissenschaft ist Parkinson nicht heilbar, auch eine THS Implantation kann die Parkinsonerkrankung nicht heilen.

      Eine THS kann die Parkinson Symptome jedoch verbessern und medikamenteninduzierte Nebenwirkungen verhindern, denn durch die Stimulation kommt es zu einer deutlichen Reduktion der Parkinsonmedikamente. Unter der Stimulation nehmen die Bewegungsstörungen erkennbar ab, alle Symptome der Parkinson-Krankheit werden gebessert. Auch die Muskelversteifungen und die Schwankungen zwischen guter und sehr schlechter Bewegung werden geringer.

      Die Verbesserung der Symptomatik und Reduktion der Medikamente wirkt sich deutlich auf die Lebensqualität aus.

      Parkinson hat einen progredienten Verlauf, jedoch kenn bei Fortschreiten der Erkrankung durch die Anpassung der Stimulation über einen längeren Zeitraum ein Status quo erreicht werden.

      Des Weiteren konnten aktuelle Studien zeigen, dass die THS sich günstig auf den Krankheitsverlauf (längere Lebenserwartung, weniger Stürze, reduzierte Pflegebedürftigkeit) auswirken kann.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Mit welchen Nebenwirkungen muss man bei der Einnahme von Levodopa rechnen?

      Bei einer Neubehandlung wird Ihr Neurologe zunächst für einige Tage mit einer Vormedikation beginnen um die Nebenwirkungen, Übelkeit und Erbrechen, zu verhindern. Die häufigsten Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgeführt.

      • Magen-Darm-Beschwerden, wie z. B. Übelkeit, Erbrechen oder Durchfälle
      • Appetitlosigkeit
      • Schlafstörunge
      • Bewegungsstörungen (Hyperkinesien – Überbeweglichkeit)
      • Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks

      Weitere seltene Nebenwirkungen sind im Beipackzettel aufgeführt.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist mit der Behandlung mit Levodopa eine Heilung möglich?

      Beim Morbus Parkinson handelt es sich um eine chronisch, progrediente Erkrankung, d.h. die Erkrankung schreitet, meist über viele Jahre, fort ohne dass wir zurzeit einet heilende Therapie zur Verfügung haben. Mit den möglichen Therapien (z.B. auch Levodopa können wir aber Beschwerden deutlich mindern und den Krankheitsprozess verlangsamen.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Wie schnell führt die Einnahme von Levodopa zu einer Besserung?

      Die Einnahme von Levodopa kann bei entsprechender Dosierung bereits in den ersten Tagen nach Therapiebeginn zu einer Besserung der Beschwerden führen. Die Zeit bis zum Beginn einer Wirkungsverbesserung der Einzeleinnahme beträgt in der Standardformulierung der Tabletten etwa 25 Minuten. Daher ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme wichtig um einen gleichmäßigen Wirkungsspiegel aufzubauen.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Warum behandelt man mit Levodopa, und nicht direkt mit Dopamin?

      Dopamin ist ein Katecholamine und eine Vorstufe von Noradrenalin. Als Arzneistoff wird es beispielsweise zur Behandlung des Herz-Kreislauf-Schocks eingesetzt. In der Behandlung des Parkinson wird Levodopa (L-DOPA) verwendet, da Dopamin selbst die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann und daher nicht ins Zentralnervensystem gelangt.

      Damit Levodopa nicht bereits vor dem ZNS umgewandelt wird enthalten die L-Dopa Präparate zusätzlich Carbidopa oder Benserazid.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • In welcher Form wird Levodopa meist verabreicht?

      Levodopa ist in verschiedenen Darreichungs- und Kombinationsformen verfügbar. In den meisten Fällen wird es als Tablette oder Kapsel verabreicht.                                        Manche Tabletten können in Wasser aufgelöst auch als Trinklösung mit dem Ziel eines schnelleren Wirkungseintritts eingenommen werden.

      Als weitere Möglichkeit steht Levodopa als Gel zur Verfügung, welches kontinuierlich über eine Magensonde angewendet wird, die mit einer speziellen Medikamenten-Pumpe verbunden ist.

      Einige Levodopa-Präparate sind auch als Retardtabletten oder -kapseln verfügbar, welche für eine verlängerte und gleichmäßigere Wirkdauer sorgen sollen.

      Alle Levodopa-Präparate enthalten eine Kombination mit einem Decarboxylasehemmer (Carbidopa oder Benserazid).

      Eine zusätzliche Kombination besteht auch mit dem COMT-Hemmer Entacapon (L-Dopa/Carbidopa/Entacapon).

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Woran merkt man meist zuerst, dass die Wirkung von Levodopa nachlässt?

      Levodopa wirkt vorwiegend auf die motorischen Parkinsonsymptome, hier vor allem auf Akinese (Bewegungsarmut) und Rigor (Muskelsteifigkeit). Aber auch die nicht-motorischen Beschwerden, wie z.B. Schlaf, Stimmung, Schmerz, Schlucken, Stimme bessern sich unter Levodopa-Gabe.

      Bei nachlassender Levodopa-Wirkung kommt es meistens wieder zu einer Verschlechterung dieser Symptome.

      Hier führt eine Anpassung der Medikation meist zu einer erneuten Besserung.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Wie funktioniert der Levodopa-Test auf Morbus Parkinson?

      Beim L-Dopa-Test handelt es sich um einen neuropharmakologischen Funktionstest welcher das Ansprechen auf L-Dopa überprüfen soll. Vor Durchführung des Tests sollte eine Vorbehandlung mit Domperidon (> 48 Std., 3x20mg, Cave: QT-Verlängerung) zur Verhinderung von L-Dopa-bedingter Übelkeit erfolgen.

      Vor und eine Stunde nach einer standardisierten L-Dopa-Dosis (in der Regel 200mg L-Dopa als lösliche Tablette) wird die Beweglichkeit anhand des motorischen Teils der Unified Parkinson´s Disease Rating Scale (UPDRS III) überprüft.

      Der Test wird als positiv gewertet, wenn eine Verbesserung von mindestens 30% vorliegt.

      Ein negativer Test schließt ein Ansprechen auf länger dauernde Levodopa-Behandlung nicht aus.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Warum enthalten die Levodopa-Präparate immer auch sogenannte Decarboxylase-Hemmer?

      Einnahme von Levodopa ohne Decarboxylase-Hemmer würde nur 1% des Wirkstoffs an seinem Wirkort im Gehirn ankommen, da der Hauptteil bereits vorher in der Körperperipherie mittels des Enzyms Decarboxylase zu Dopamin umgewandelt würde. Hier käme es dann zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Herz-Kreislaufproblemen.

      Durch die Decarboxylase-Hemmer (Carbidopa und Benserazid) wird dieser Vorgang gehemmt, so dass Levodopa überwiegend im Gehirn zu Dopamin umgewandelt wird.

      Hierdurch kann die Levodopadosis um 80% reduziert werden.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Können bestimmte Herzmedikamente (Kalziumblocker) die Parkinson-Krankheit beeinflussen, wenn ja wie?

      Bestimmte Kalziumantagonisten (z.B. Flunarizin, Verapamil oder Diltiazem) können unter Umständen parkinsonartige Symptome (z.B. eine Gangunsicherheit, ein Zittern der Hände oder eine Verlangsamung der gesamten Beweglichkeit) verursachen. Nach dem Absetzen der Medikation bilden sich die Symptome wieder zurück. Man nimmt an, dass die Medikamente einen vorübergehenden Einfluss auf den Dopamin-Stoffwechsel ausüben, wie genau dies geschieht, ist aber nicht bekannt. Eine bleibende Parkinson-Erkrankung auslösen können diese Medikamente nach jetzigem Stand der Forschung jedoch nicht.

      Allerdings gibt es Hinweise, dass es durch bestimmte Kalziumkanalantagonisten möglicherweise auch positive Effekte auf den Erkrankungsverlauf geben könnte. Dies wird im Moment jedoch noch in Studien untersucht.

      Dr. med. Inga Claus

    • Was ist eine akinetische Krise – wie kann es zu einer akinetischen Krise kommen?

      Unter einer akinetischen Krise versteht man eine akute deutliche Symptomverschlechterung bei Betroffenen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, die auch lebensbedrohlich sein kann. Dabei kommt es insbesondere zu einer deutlichen Zunahme der Steifigkeit der Muskulatur teilweise bis hin zur völligen Bewegungsunfähigkeit.

      Ursachen hierfür sind die fehlende oder deutlich reduzierte Medikamenteneinnahme über mehrere Tage hinweg oder andere Einflussfaktoren, z.B. ein Infekt oder eine akute andere schwere Erkrankung.

      Wichtig sind hier neben einer sofortigen konsequenten Infekt-Behandlung falls vorhanden auch das rasche Wiederansetzen der Parkinsonmedikation, ggf. muss sogar eine intravenöse Gabe von Amantadin erfolgen.

      Dr. med. Inga Claus

    • Wie häufig entwickeln Menschen mit Morbus Parkinson Angstzustände?

      Im Verlauf der Erkrankung können 30-40% der Patienten eine mehr oder weniger schwer ausgeprägte Angststörung entwickeln. Diese ist also ein sehr häufiges Begleitsymptom der Parkinson-Erkrankung.

      Einem erhöhten Risiko sind insbesondere Betroffene mit vermehrten Phasen der Unterbeweglichkeit (sog. „Off-Phasen“) ausgesetzt, da das Gefühl, sich nicht mehr gut bewegen zu können die Angstzustände verstärken kann. Häufig besteht auch eine begleitende Depression, die ebenfalls behandelt werden sollte.

      Dr. med. Inga Claus

    • Was versteht man unter einem Familiären Parkinson-Syndrom?

      Hierbei handelt es sich um eine seltene vererbbare Parkinson-Erkrankung.

      Prof. Dr. med. Johannes Wöhrle

    • Was versteht man unter einem Boxer-Syndrom?

      Enzephalopathie mit Parkinson Zeichen nach vielen Schlägen gegen den Kopf.

      Prof. Dr. med. Johannes Wöhrle

    • Kann durch die Parkinson-Erkrankung eine Spielsucht ausgelöst werden. Wenn ja, was kann man dagegen tun?

      Spielsucht ist eine Nebenwirkung der Therapie der Parkinson-Krankheit und wird nicht durch die Krankheit selbst ausgelöst. Spielsucht tritt wie andere sogenannte Impulskontrollstörungen hauptsächlich bei Dopamin-Agonisten (Pramipexol, Ropinirol, Piribedil, Rotigotin u.a.) auf.

      Die Therapie besteht darin, die Dopamin-Agonisten in der Dosis zu reduzieren oder möglichst sogar abzusetzen und auf Levodopa umzustellen, das ein deutlich geringeres Risiko für das Auslösen einer Spielsucht hat. Eine solche Umstellung darf aber nur unter fachärztlicher neurologischer Betreuung erfolgen.

      Dr. med. Sven Thonke

    • Wie häufig sind eigentlich Verstopfung bei Parkinson-Patienten?

      Obstipation ist ein Frühsymptom der Parkinson-Erkrankung. Im Verlauf bekommen mindestens 80% eine Verstopfung. Das beste Mittel ist die regelmäßige Einnahme von Macrogol. In schweren Fällen auch Prucaloprid.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Wie erkennt der Arzt, dass ein Morbus Parkinson vorliegt?

      Morbus Parkinson ist eine „klinische“ Diagnose, d.h. der erfahrene Untersucher erkennt bereits an den Hauptsymptomen, dass es sich um ein Parkinson-Syndrom handelt. Die Kardinalsymptome sind die Bewegungsverlangsamung sowie ein Rigor und / oder ein Ruhetremor. Da es neben dem Morbus Parkinson auch andere seltenere (atypische) Parkinsonsyndrome gibt, achtet der Untersucher auch noch auf andere Symptome zur Differentialdiagnose.

      Wenn z.B. die Symptome auf der einen Seite stärker sind als auf der anderen und die Symptome gut durch die Einnahme von L-Dopa besser werden, spricht sehr viel für einen Morbus Parkinson.

      Priv.-Doz. Dr. med. Lars Wojtecki

    • Kann die Lust auf Sex bei der Parkinson-Krankheit zunehmen?

      Die Lust auf Sex kann durch die Behandlung der Parkinson-Krankheit zunehmen. Auch hier können insbesondere Dopamin-Agonisten das sexuelle Verlangen steigern, was auch zu Problemen in der Partnerschaft führen kann.

      Auch hier gilt es, die Dosierung der Dopamin-Agonisten zu reduzieren und unter fachärztlicher Aufsicht auf Levodopa umzustellen, sofern die Hypersexualität ein problematisches Ausmaß annimmt.

      Dr. med. Sven Thonke

    • Können Parkinson-Medikamente zu einer Gewichtszunahme führen – falls ja, was kann man dagegen tun?

      Ja, Parkinson-Medikamente können zu einer Gewichtszunahme führen. Auch hier ist das insbesondere bei den sog. Dopamin-Agonisten der Fall, die einerseits zu „Essattacken“ führen und den Appetit steigern können. Andererseits können sie durch Flüssigkeitseinlagerungen sog. Ödeme verursachen, die zu einer Gewichtszunahme führen können.

      Letzteres ist auch bei dem Parkinson-Medikament Amantadin der Fall. Auch hier kann eine Medikamentenumstellung unter fachärztlicher Aufsicht notwendig sein.

      Dr. med. Sven Thonke

    • Kann die Parkinson-Erkrankung zu einer Blasenschwäche führen?

      Bei Patienten mit einem Parkinson-Syndrom tritt häufig eine Detrusorhyperaktivität auf. Die Therapie ist die Gabe von Antimuskarinergika.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Können Menschen mit Morbus Parkinson häufig eine Depression entwickeln?

      Depression ist ein Frühsymptom der Parkinson-Erkrankung und ist auch sehr häufig im Verlauf.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Können Menschen mit Morbus Parkinson häufiger eine Demenz oder Alzheimer bekommen?

      Parkinson-Patienten können theoretisch auch an einem M. Alzheimer erkranken. Dies sind aber zwei unterschiedliche Erkrankungen. Bei atypischen Parkinson-Syndromen ist eine Demenz häufiger, außer bei der MSA. Auch Parkinson-Patienten können kognitive Einbußen bekommen.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Lässt sich die Parkinson-Krankheit mit einem Blut-Test nachweisen?

      Einen Bluttest zum Nachweis des Morbus Parkinson gibt es derzeit in der Routine nicht.

      Priv.-Doz. Dr. med. Lars Wojtecki

    • Ist eine Diagnostik durch eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie möglich und auch sinnvoll?

      Zum Ausschluss anderer seltenere Ursachen für ein Parkinson-Syndrom sollte eine solche Bildgebung durchgeführt werden. Ein häufiges Missverständnis ist aber dass der Morbus Parkinson auf der Tomografie zu erkennen ist.

      Dies ist nicht der Fall, sondern es handelt sich hier um eine Ausschlussdiagnostik.

      Priv.-Doz. Dr. med. Lars Wojtecki

    • Kann man einen Morbus Parkinson auch mit Ultraschall feststellen?

      Mit dem transkraniellen Parenchym-Ultraschall, also dem Ultraschall durch die Schädeldecke, kann man tatsächlich parkinson-typische Veränderung im Gehirn sehen. Dies ist ein ergänzendes Verfahren zu der körperlichen Untersuchung, aber alleine nicht ausreichend.

      Priv.-Doz. Dr. med. Lars Wojtecki

    • Wie entsteht das Zittern beim Morbus Parkinson?

      Ähnlich wie die anderen Symptome Rigor oder Akinese hat der Tremor mit einem Untergang der Dopamin produzierenden Zellen zu tun. Allerdings hängt es auch davon ab, an welchen Stellen dies passiert.

      Bei Morbus Parkinson vorwiegend im Bereich des Hirnstamms, während beim essentiellen Tremor dies mehr im Bereich des Thalamus auftritt, wobei es sich hier um insgesamt hoch komplizierte Regulationskreisläufe handelt.

      Dr. med. Joachim Durner

    • Wann tritt bei Menschen mit Morbus Parkinson vor allem das Zittern auf?

      Zum einen tritt das Zittern vorwiegend im Bereich des Hirnstamms auf, weil Dopamin produzierenden Zellen zugrunde gehen. Zum anderen gibt es im Rahmen der Erkrankung unterschiedliche Zeitpunkte, an denen das Zittern vermehrt auftritt:

      1. Unter psychischer Belastung und Stress (klassisches Beispiel ist der Supermarkt, wenn an der Kasse aus dem Geldbeutel noch ein kleines Cent-Stück herausgeholt werden muss und dahinter viele weitere Kunden warten)
      2. Wenn die Wirkung der Medikamente nachlässt und dann unter Dopamin-Mangel vermehrtes Zittern auftritt
      3. Zittern bei Überbewegungen ist eine spezielle Form, die nichts mit dem klassischen Tremor zu tun hat, sondern dadurch bedingt ist, dass die Patienten zu viel L-Dopa eingenommen haben. Es handelt sich hier auch nicht um klassisches Zittern, sondern um extreme Überbewegungen. Dies wird nur häufig von den Patienten verwechselt.

      Dr. med. Joachim Durner

    • Wenn bei mir ein Zittern neu aufgetreten ist, habe ich dann Parkinson oder gibt es auch andere Erkrankungen außer Parkinson, bei denen man zittert?

      Parkinson ist sicher nicht die häufigste Form des Zitterns beim Menschen. Wesentliche Ursachen sind Erschöpfung, Stress, Kälte, Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung oder andere spezielle Stoffwechselstörung.

      Des Weiteren ist nicht zu vernachlässigen, dass unter verschiedenen Medikamenten (z.B. Schmerzmedikamente, Antiepileptika, Schilddrüsenmedikamente) als Nebenwirkung Tremor auftreten kann, genauso wie bei Medikamentenentzug (Schmerzmedikamente oder allgemein Drogen).

      Dr. med. Joachim Durner

    • Mit welchen Alltagsverrichtungen bekommen Parkinson-Patienten typischerweise Probleme?

      Dies sind typischerweise Tätigkeiten, die eine erhöhte Geschicklichkeit, Geschwindigkeit oder besondere Anforderungen an das Gleichgewicht stellen. Oftmals fällt auch die gleichzeitige Durchführung unterschiedlicher Tätigkeiten schwer.

      Beispielhaft wären dies, Handhabung des Bestecks beim Essen, ein Hemd zuknöpfen und sich Anziehen, sich Waschen, das Drehen im Bett oder das Drehen und Bücken in engen Räumen wie der Küche sowie gleichzeitiges Telefonieren und Mitschreiben.

      Prof. Dr. med. Björn Hauptmann

    • Wie kann sich der Morbus Parkinson auf die Handschrift auswirken?

      Typischerweise wird die Handschrift kleiner und unleserlicher. Dies tritt oft schon sehr früh im Verlauf der Erkrankung auf.

      Prof. Dr. med. Björn Hauptmann

    • Kann es aufgrund von Morbus Parkinson auch zu Schlafproblemen kommen?

      Ja, Schlafstörungen im Rahmen einer Parkinsonerkrankung sind sehr häufig und können die unterschiedlichsten Gründe haben.

      Eine besondere Form einer Schlafstörung, die REM-Schlaf-Verhaltensstörung, kann ebenfalls sehr früh im Verlauf der Erkrankung oder oft schon vor dem Auftreten motorischer Symptome auftreten.

      Prof. Dr. med. Björn Hauptmann

    • Was versteht man unter dem „Maskengesicht“ bei Morbus Parkinson?

      Unter dem ‚Maskengesicht‘ ist die Einschränkung der Gesichtsmotorik bzw. Mimik zu verstehen. Ärztlicherseits wird auch von einer Hypomimie gesprochen.

      Prof. Dr. med. Björn Hauptmann

    • Wie kann sich bei Parkinson die Sprache verändern?

      Parkinson beeinträchtigt die Amplituden (Auslenkung) aller Muskeln des Körpers. Das bedingt z.B. die Kleinschrittigkeit beim Laufen oder die Reduktion der Feinmotorik beim Schreiben. Genauso verringert sich die Amplitude der Muskeln im Kehlkopf, was zu einer immer leiser (knarrender, heiserer, angestrengter) werdenden Stimme führt.

      Die Verringerung der Amplituden bei der Gesichtsmuskulatur führt zum starren Gesichtsausdruck (Amimie). Eingeschränkte Bewegungen im Mundbereich und der Zunge führen zu undeutlicher Artikulation (Murmeln, verwaschenes Sprechen) und zu Problemen beim Kauen und Schlucken, mit häufigerem Verschlucken und Husten müssen beim Essen und Trinken.

      Darüber hinaus kann es bei Parkinson auch zu Wortfindungsstörungen kommen, wenn die Exekutiven Funktionen durch Beeinträchtigungen im Mittelhirn mitbetroffen sind.

      Jeder Betroffene hat seinen "eigenen Parkinson". Deshalb treten die beschriebenen Symptome auch nicht bei jedem in gleicher Form und Intensität auf.

      Thomas Brauer

    • Wie kann ich das Sprechen bei Morbus Parkinson verbessern?

      Wie bei allen motorischen Leistungen (Laufen, Klavierspielen, Schreiben …) kann einer Verschlechterung des Sprechens nur durch intensives Training der motorischen Funktionen begegnet werden.

      Als bisher einzige validierte logopädische Therapie kann LSVT LOUD mit einer 16-stündigen Therapie in vier Wochen eine nachhaltige Verbesserung der stimmlichen Funktionen erreichen, wenn die Betroffenen zusätzlich zur Intensivtherapie häusliche Übungen durchführen. Nach der Intensivtherapie sind die Betroffenen i.d.R. in der Lage, die Übungen alleine fortzuführen.

      In vielen Fällen ist eine weitere logopädische Therapie nicht erforderlich. Und wie bei allen motorischen Trainings gilt, je früher man die Übungen erlernt, desto leichter sind Verbesserungen zu erreichen und kann Verschlechterungen vorgebeugt werden. Im Schnitt ist so eine Wiederaufnahme der Therapie erst nach zwei Jahren wieder erforderlich.

      Thomas Brauer

    • Was sind COMT-Hemmer?

      Durch die Blockade des Enzyms Catechol-O-Methyltransferase kann die Wirkdauer von Levodopa verlängert werden. Es gibt mittlerweile 3 verschiedene COMT-Hemmer die zum Einsatz kommen, nämlich Entacapon (Comtess), Tolcapon (Tasmar) und Opicapone (Ongentys).

      Der Einsatz ist sinnvoll wenn es unter alleiniger L-Dopa Therapie zu Wirkungsfluktuationen kommt.

      Dr. med. Robert Liszka

    • Was bedeutet eine „Pumpen-Behandlung“ und welche Formen gibt es?

      Bei der Pumpentherapie wird das Medikament direkt in den Darm oder unter die Haut (subkutan) abgegeben. Die Pumpe sorgt für die gleichmäßige Abgabe des jeweils verwendeten Wirkstoffs.

      Jene Stellen im Gehirn, an denen Dopamin andockt, werden so konstant stimuliert. Bei Wirkungsfluktuationen im Sinne von störenden off Phasen und auch Überbeweglichkeiten (Hyperkinesien) die mehre Stunden am Tag anhalten, mindestens 5 Einnahmezeiten und Kombination mehrerer Stoffklassen ist der Einsatz einer Pumpenbehandlung gerechtfertigt.

      Zu erwähnen ist die Apomorphinpumpe unter die Haut, und die Duodopapumpe mit Abgabe des Medikaments L-Dopa in Gelform via PEG/PEJ in den Darm.

      Dr. med. Robert Liszka

    • Wie wirkt Stalevo gegen Parkinson, was ist bei der Einnahme Stalevo zu beachten, welche Nebenwirkungen hat Stalevo und wann sollte man das Medikament nicht einnehmen?

      Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination aus Levodopa und einem COMT Hemmer und erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffs, dem Dopamin. Ist Dopamin zu wenig vorhanden, wie z.B. bei der Parkinsonkrankheit, kommt es zu einem Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen im Gehirn. Die durch dieses Ungleichgewicht ausgelösten Symptome der Krankheit können durch Ausgleich des Dopaminmangels gemildert werden.

      Nebenwirkungen die unbedingt beachtet werden sollten sind Magen-Darm-Beschwerden, wie:

      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfälle
      • Verstopfung
      • Bauchschmerzen

      Das Medikament sollte nicht eingenommen werden bei:

      • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
      • Malignes Neuroleptika-Syndrom (schwere Stoffwechselstörung)
      • Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
      • Rhabdomyolyse (Schädigung von Muskelzellen)
      • Geschwüre im Verdauungstrakt
      • Atemwegserkrankungen, wie z.B. Asthma bronchiale
      • Herzerkrankungen, wie z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen etc.
        • Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
        • Herzrhythmusstörungen
        • Herzinfarkt in der Vorgeschichte
      • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom), wie z.B. Engwinkelglaukom oder Weitwinkelglaukom

      Dr. med. Robert Liszka

    • Was sind Dopamin-Agonisten, welche Wirkstoffe gegen Parkinson gehören zu den Dopamin-Agonisten und wie unterscheiden sich L-Dopa und Dopamin-Agonisten?

      Dopaminagonisten sind Wirkstoffe, die ebenso wie Dopamin in der Lage sind, Dopamin-Rezeptoren (D-Rezeptoren) zu stimulieren. Sie können je nach Selektivität für verschiedene Subtypen der Dopaminrezeptoren vereinfacht in D1/5-Agonisten und in D2/3/4-Agonisten unterteilt werden. Zu den heutzutage gängigen Dopamimagonisten gehören Piribedil ( Clarium), Rotigotinpflaster, Pramipexol und Ropinirol.

      Im Vergleich zu L-Dopa haben Dopaminagonisten ein stärkeres Nebenwirkungspotential (Übelkeit, Erbrechen, Halluzinationen), und aufgrund der langsamen Dosierungs-Titrationsschritte wird die volle Wirkung erst nach 3–11 Wochen erreicht.

      Dopaminagonisten (z. B. Bromocriptin, Cabergolin, Dihydroergocriptin, Pergolid, Piribedil, Pramipexol, Ropinirol, Rotigotin) sind Substanzen, die Dopamin direkt an den Dopaminrezeptoren „ersetzen“ und somit eine vergleichbare Wirkung wie Dopamin haben. Im Gegensatz zu L-Dopa können Dopaminagonisten unabhängig von der Nahrungszufuhr (also auch zum Essen) eingenommen werden.

      Dr. med. Robert Liszka

    • In einzelnen Studien wird berichtet, dass regelmäßige Bewegung einen gewissen präventiven Effekt auf die Erkrankung Morbus Parkinson hat. Gibt es tatsächlich Verhaltensmuster, die das Risiko einer Erkrankung verringern?

      Bewegung hat einen komplexen Einfluss auf den Körper! Es fördert die Durchblutung, Gelenkbeweglichkeit, Muskelkraft, den Schlaf, hebt die Stimmung und vieles mehr! Als Parkinson Patient profitiert man sehr von regelmäßigen Bewegungsübungen! Dass aber bestimmte Bewegungstherapien einen vor der Erkrankung schützen können, ist nicht bewiesen!

      Karin Junginger

    • Was ist L-Dopa und was versteht man unter L-Dopa-Spätsyndrom?

      L-Dopa oder auch Levodopa ist eine Vorstufe des Neurotransmitters Dopamin. Levodopa kann die Bluthirnschranke überwinden und wird im Gehirn in Dopamin umgewandelt. Hier kann es den Mangel an Dopamin im Gehirn bei der Parkinsonerkrankung ausgleichen.

      Unter einem L-Dopa-Spätsyndroms versteht man den Umstand, dass nach längerer Zeit der Levodopaeinnahme Bewegungsstörungen in Form von Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen) auftreten können.

      Karin Junginger

    • Was sind die typischen Beschwerden beim fortgeschrittenen Morbus Parkinson?

      Es gibt keine typischen Beschwerden! Jeder Parkinsonkranke hat seine eigenen Schwerpunkte der Beschwerden. Gekennzeichnet ist das fortgeschrittene Parkinsonsyndrom durch eine vermehrte Hilfsbedürftigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. waschen und anziehen etc. und zunehmender Pflegebedürftigkeit.

      Karin Junginger

    • Was sind die typischen Symptome des Morbus Parkinson und warum erkennt man Parkinson-Patienten oft an ihrem Gang?

      Eines der Hauptsymptome des Morbus Parkinson ist die Bradykinese - die Verlangsamung der Bewegung. Wenn dazu noch eine Rigorsymptomatik, d.h. starke Verspannung der Muskulatur) bevorzugt einseitig oder eine Tremorsymptomatik (feinschlägiges Zittern) und/oder eine Störung in den Haltereflexen, d.h. mehr Gleichgewichtsstörungen auftritt, sind die Hauptkriterien zur Diagnosestellung eines Morbus Parkinson erfüllt.

      Die Bradykinese bedingt ein kleinschrittiges Gangbild, woran man so manchen Parkinsonkranken erkennen kann.

      Karin Junginger

    • Welche Alltagsverrichtungen bereiten Parkinson-Patienten typischerweise Probleme?

      Je nach Stadium der Erkrankung gibt es unterschiedliche Einschränkungen der Alltagsverrichtungen. Häufig beginnt die Erkrankung einseitig und kann die Feinmotorik der betroffenen Hand beeinträchtigen, so dass es zu immer kleiner werdendem Schriftbild, der sogenannten Mikrographie kommen kann, oder dass es Schwierigkeiten beim Zuknöpfen des Hemdes geben kann oder des Bedienens der Computermaus.

      Das erfordert mehr Zeit oder Hilfe z.B. beim Waschen und Anziehen. Gangunsicherheit, Freezing Attacken (nicht mehr von der Stelle kommen) können den Einsatz von Hilfsmitteln wie Stöcken oder Rollator notwendig machen.

      Leises Sprechen kann die Kommunikation erschweren. Schlafstörungen, Blasenentleerungsstörungen und Verstopfungen brauchen zusätzliche Aufmerksamkeit und Unterstützung. Bei Rückzugstendenzen, Niedergeschlagenheit wünscht man sich manchmal den Besuch eines guten Freundes der einen motiviert Etwas zu unternehmen. Kein Parkinson Kranker gleicht dem Anderen und die Einschränkungen können sehr unterschiedlich sein!

      Karin Junginger

    • Wie entsteht ein Morbus Parkinson, wie äußert sich ein Morbus Parkinson in der Frühphase und mit welchen Erkrankungen wird der Morbus Parkinson in der Frühphase nicht selten verwechselt?

      Aktuell geht man davon aus, dass mehrere Faktoren zur Entstehung des M. Parkinson beitragen. Genetische Faktoren können eine Rolle spielen, aber nur weniger als 10% der Parkinsonerkrankungen sind alleine durch Vererbung erklärbar. Äußere Faktoren wie Giftstoffe (Pflanzenschutzmittel, Insektenvernichtungsmittel), Ernährung, Medikamente, Lebensstil und zunehmendes Alter können zu einem erhöhten Risiko für die Entstehung eines M. Parkinson führen.

      In der Frühphase haben viele Patienten nur eine einseitige Minderbeweglichkeit (Bradykinese), Steifigkeit (Rigor) oder Zittern (Tremor). Die Steifigkeit führt häufig zu Schulter- und Rückenschmerzen, so dass viele Patienten zunächst orthopädisch vorgestellt werden, vor allem wenn das Zittern fehlt. Eine Riechstörung oder Schlafstörungen wie auch eine Obstipation (Verstopfung) sind ebenfalls Frühsymptome des M. Parkinson.

      Prof. Dr. med. Matthias Maschke

    • Kann hinter einem Parkinson-Syndrom/einer Parkinsonerkrankung auch eine andere Hirnerkrankung stecken?

      Es gibt so genannte sekundäre und atypische Parkinsonerkrankungen. Diese können z.B. durch Medikamente oder durch Erkrankungen des eigenen Immunsystems (Autoimmunerkrankungen) ausgelöst sein. Bei atypischen Parkinsonerkrankungen sind andere Symptome wie eine dementielle Entwicklung, Halluzinationen und Stürze früh im Krankheitsverlauf oder Störungen der Blutdruckregulation auffällig.

      Zu den typischen Parkinsonerkrankungen gehören die progressive supranukleäre Blickparese (PSP), Multisystematrophie (MSA), kortikobasale Degeneration (CBD) und Lewy-Körperchen Demenz (LBD). Typisch wären bei allen Erkrankungen ein relatives rasches Fortschreiten und das verminderte Ansprechen auf übliche Medikamente gegen M. Parkinson.

      Prof. Dr. med. Matthias Maschke

    • Wie erkennt der Arzt, dass ein Morbus Parkinson vorliegt und wie äußert sich ein Morbus Parkinson in der Frühphase?

      Zum einen erkennt man einen M. Parkinson an den Hauptsymptomen Minderbeweglichkeit (Bradykinese), Steifigkeit (Rigor) oder Zittern (Tremor), die zumeist zu Beginn an einem Arm vorzufinden sind. Eine Gangstörung und Unsicherheit beim Stehen und Gehen kann ebenfalls vorhanden sein. Zusätzliche Symptome wie eine Riechstörung oder Schlafstörungen (gesteigerter Traumschlaf) wie auch eine Obstipation (Verstopfung) sind ebenfalls Frühsymptome des M. Parkinson.

      Sollte eine Unklarheit in der Diagnose bestehen, können bildgebende Verfahren (Dopamin-Transporter Scan (DATScan)) und Kernspintomographie des Schädels die Diagnose sichern.

      Prof. Dr. med. Matthias Maschke

    • Wird die Parkinson-Krankheit vererbt. Und welche Besonderheiten weisen vererbte Formen der Parkinson-Krankheit auf?

      Letztlich wird nur ein geringer Teil der Parkinsonerkrankungen (ca. 10%) vererbt. Dabei werden unterschiedliche Vererbungsmuster unterschieden. Bei autosomal dominanten Formen besteht ein Risiko von 50% für Nachkommen, die Erkrankung auch zu bekommen, bei autosomal rezessiven Formen nur bei 25%. Veränderungen im LRRK2-Gen sind die häufigste Ursache für ein familiäres autosomal dominant vererbtes Parkinson-Syndrom. Es gibt aber mittlerweile mehr als 25 Gene, die eine Rolle bei genetisch bedingten Parkinsonerkrankungen spielen.

      Bei einem Teil dieser genetischen Erkrankungen wie dem Glukozerebrosidase Mangel bestehen auch schon spezifische Therapieansätze. Es handelt sich bei Mutationen im Glukozerebrosidase Gen um genetische Risikofaktoren, die das Erkrankungsrisiko je nach vorliegender Mutation um 2-10fache erhöhen. In Deutschland findet man bei ca. drei Prozent der Parkinson-Patienten eine Mutation im GBA Gen. Bei einer geschätzten Gesamtzahl von etwa 300.000 Menschen mit Parkinsonerkrankung sind dies immerhin fast 10.000 Erkrankte.

      An eine genetische Parkinsonerkrankung sollte man vor allem denken, wenn mehrere Menschen in einer Familie einen M. Parkinson haben und wenn die Erkrankung sehr früh, v.a. vor dem 50ten Lebensjahr auftritt.

      Prof. Dr. med. Matthias Maschke

    • Welche verschiedenen Formen der Parkinson-Krankheit gibt es?

      Es gibt den Morbus Parkinson vom akinetisch-rigiden Typ d.h. die Verlangsamung der Bewegung und die Tonuserhöhung der Muskulatur stehen im Vordergrund. Dann das tremordominante Parkinson-Syndrom, d.h. das Zittern steht im Vordergrund und das Parkinsonsyndrom vom Äquivalenztyp, d.h. akinetisch-rigide Symptomatik und Zittern sind vorhanden.

      Karin Junginger

    • Hilft CBD-Öl wirklich bei Parkinson?

      Einige Parkinsonsymptome könnten auf CBD-Öl ansprechen. Dies sind vorrangig nicht motorischer Art (z.B. Depression, Ängstlichkeit, Schmerz, Halluzination, vermehrter Speichelfluss). Umfangreiche Studien liegen hierzu bisher jedoch noch nicht vor.

      Deshalb ist es dringend zu raten eine solche Therapie mit dem Arzt abzustimmen der die entsprechende Dosierung vom Apotheker zubereiten zu lassen. Eine Verschreibungsfähigkeit steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist Cannabis eine Alternative bei Unverträglichkeiten gegenüber regulären Parkinson-Medikamenten (z.B. Madopar)?

      Die Verwendung von Medicinal Cannabis ist nur zugelassen wenn andere Therapien ausgereizt oder nicht vertragen werden. Bei schmerzhaften Dystonien hat sich die Verordnung von THC dominanten Zubereitungen in einigen Fällen als sinnvoll erwiesen. Eine Beantragung bei der Krankenkasse und die Verordnung durch den Arzt auf BTM-Rezept ist allerdings Voraussetzung.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist ein Ausschleichen von Cannabis bei Nichtverträglichkeit oder Wirkungslosigkeit mit Risiken für den Patienten verbunden? Wirken danach reguläre Medikamente wie zuvor?

      Medicinal Cannabis wird langsam eindosiert und sollte auch genauso langsam wieder ausgeschlichen werden. Bei diesem Vorgehen  sind erhebliche Probleme nicht zu befürchten. Eine Wirkungsverschlechterung der Parkinsonmedikamente ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht beschrieben. 

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Gehört Cannabis bei Morbus Parkinson zu einer Therapie der Zukunft?

      Es gibt zunehmend mehr und bessere Studien die eine Wirksamkeit von Medicinal Cannabis bei Parkinson belegen. Für eine grundsätzliche therapeutische Empfehlung ist es aber noch zu früh. Zulassungsstudien, wie für die bekannten Parkinsonmedikamente, fehlen bisher.

      Medicinal Cannabis ist keine „Wunder“-Behandlungsoption. Wir haben aber bei Parkinsonpatienten durch den zusätzlichen Einsatz von Medicinal Cannabis gute Erfolge erzielen können.

      Langfristig sind von dem breiten Wirkstoffspektrum der Cannabispflanze weitere Therapieansätze zu erwarten. Studien hierzu sind jedoch erst in Vorbereitung.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Wie lange dauert es bis die Therapie nach einer Implantation einer THS zu wirken beginnt?

      In der Regel wird das THS-System erst aktiviert, wenn der Patient sich von der Operation erholt hat. Nach der Aktivierung tritt unter Umständen bereits eine Linderung der störenden Symptome ein. Optimale Ergebnisse werden normalerweise aber erst nach mehreren Programmiersitzungen mit einem Arzt oder einer Pflegekraft erzielt.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Handelt es sich bei einer THS um eine Therapie, die kein ganzes Leben lang unverändert im Körper bleibt?

      Die THS-Therapie ist einstellbar, sodass die Stimulation im Laufe der Zeit so angepasst werden kann, dass die Kontrolle über die Symptome eines Patienten erhalten bleibt. Nach einer gewissen Zeit muss außerdem bei einigen Schrittmachern der Akku ausgetauscht werden.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Auf welche Weise wirkt Rasagilin gegen Parkinson, hat das Medikament Nebenwirkungen – wenn ja welche?

      Rasagilin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven MAO-B-Hemmer und verhindert den Abbau des Botenstoffs Dopamin. Dadurch steht dem Gehirn mehr Dopamin zur Verfügung um eine bessere Beweglichkeit zu erzielen.

      Es kann im Anfangsstadium der Erkrankung als Monotherapie und im weiteren Verlauf in Kombination mit Levodopa verabreicht werden.

      Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome, Depression, Gelenkschmerzen und Sodbrennen.

      Bei der Anwendung müssen die zahlreichen möglichen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden. Hier sollte jedes neu verordnete Medikament mit dem Haus- oder Facharzt abgesprochen werden.

      Rasagalin darf u.a. nicht gleichzeitig mit anderen MAO-Hemmern, Pethidin (Schmerzmittel), Fluoxetin und Fluvoxamin oder Johanniskraut (Antidepressiva) eingenommen werden. Auch ist die Einnahme bei eingeschränkter Leberfunktion untersagt.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Welche nicht-motorischen Symptome sind für Parkinson Patienten besonders belastend?

      Unter nicht-motorischen Störungen versteht man eine Vielzahl von Parkinsonbeschwerden, die nicht die Beweglichkeit betreffen.

      Hierzu gehören u.a.: Schmerzen, Depressionen, Interessenverlust, Tagesmüdigkeit, Einschlafattacken, Schlafstörungen, Halluzinationen, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, Störungen der Blutdruckregulation (orthostatische Dysregulation) mit Schwindel und Stürzen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfungen, Blasen- und Sexualfunktionsstörungen, geschwollene Beine, Schluckstörungen, Gewichts zu- oder abnahmen, vermehrtes Schwitzen, erhöhter Speichelfluß, Verhaltensauffälligkeiten (Impulskontrollstörungen).

      Die Zuordnung welches dieser Symptome den Patienten am meisten belastet ist individuell verschieden. Am häufigsten angegeben werden:  Harndrang, Verstopfung, Tagesmüdigkeit, Interessenverlust und Schmerzen.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Können Parkinson oder Parkinson-Medikamente meine Organe schädigen oder dazu beitragen, dass Herz- oder Lungenkrankheiten auftreten?

      Nach allem, was wir heute wissen, kommen parkinson-typische Veränderungen auch in Organen wie Herz und Darm vor und können dort Symptome auslösen: z.B. Störungen der Kreislauf- und Blutdruckregulation und der Verdauung. Auch Medikamente können diese Funktionen beeinflussen. Eine direkte „Organschädigung“ ist allerdings grundsätzlich von den meisten Medikamenten nicht zu befürchten. Es gibt aber auch Ausnahmen. 

      Beispiele: heute weniger im Einsatz befindliche so genannte „ergoline Dopaminagonisten“ können Herzklappen schädigen und sollten heute nur im Ausnahmefall und unter Kontrolle eingesetzt werden.  Ferner gibt es natürlich Anwendungshinweise zur Sicherheit bei einigen Substanzen: Bei einigen COMT- Hemmern sollte man bei eingeschränkter Leberfunktion achtsam sein. Unter der Einnahme von L-Dopa sollte die Haut auf Veränderungen regelmäßig kontrolliert werden.

      Dr. med. Lars Wojtecki

    • Können Antidepressiva Parkinson auslösen?

      Parkinson-Syndrome sind keine übliche Nebenwirkung von Antidepressiva im engeren Sinne. Andere Psychopharmaka (Neurolpetika) können allerdings Parkinson-Symptome auslösen oder verstärken.

      Dr. med. Lars Wojtecki

    • Welche Medikamente können einen Tremor auslösen oder verstärken?

      Medikamente, die Tremor auslösen oder verstärken können sind z. B. Beta-Mimetika (Asthmamedikamente), Valproinsäue (ein Mittel gegen epileptische Anfälle) oder auch Schilddrüsenhormone. Dies sind nur einige Beispiele.

      Dr. med. Lars Wojtecki

    • Was ist LSVT und was ist LSVT - BIG?

      LSVT ist ein spezifisch für Menschen mit Parkinson entwickeltes logopädisches (LSVT LOUD) sowie physio- und ergotherapeutisches (LSVT BIG) Behandlungsverfahren, das insbesondere die kleineren Bewegungen / reduzierte Lautstärke (Brady- oder Hypokinese) und die taktil-kinästhetische Wahrnehmung in den Mittelpunkt der Therapie stellt.

      LSVT wird IMMER intensiv und hochfrequent durchgeführt (16 Einzelbehandlungen in vier Wochen, jeweils 60 Minuten plus eigenständiges Üben).

      Thomas Brauer

    • Welche Lebensmittel sind besonders zu empfehlen bei Parkinson – welche sollte man vermeiden?

      Die Ernährung bei Morbus Parkinson stellt ein relativ komplexes Thema dar, weswegen diese nicht in 2-3 Sätzen beantwortet werden kann. Ich möchte hier auf den Ernährungsratgeber für Menschen mit Parkinson verweisen, der ja auch im Internet einsehbar ist und eigentlich alle diesbezüglichen Fragen beantwortet:

      http://www.myperfectdish.de/upload/files/19-06302_01_52_RichtigGesund_Gesamt_NEU_Leh_p1-52.pdf

      Dr. med. Joachim Durner

    • Welche Vitamine beeinflussen Parkinson positiv?

      Hervorzuheben sind insbesondere Vitamin B12 und die Folsäure, weil diese Medikamente den Homocystein-Spiegel senken. Das Homocystein ist eine Immunsäure, die im Rahmen des Eiweißstoffwechsels gebildet wird und bei Parkinson-Patienten häufig erhöht ist.

      Dies führt häufig zu Gefäßschäden. Daher ist die Gabe der o.g. Vitamine empfehlenswert, um den Spiegel zu senken.

      Dr. med. Joachim Durner

    • Was versteht man unter einer Esssucht bei Morbus Parkinson?

      Es handelt sich hierbei um eine Impulskontrollstörung, die in der Regel durch Parkinson-Medikamente (insbesondere Dopamin Agonisten) hervorgerufen wird.

      Es handelt sich hierbei um einen unkontrollierbaren Heißhunger, der im Wesentlichen auch nachts auftritt und zu einer vermehrten Essensaufnahme und damit Gewichtszunahme führt.

      Dr. med. Joachim Durner

    • Kann MP die Sehfähigkeit verändern/verringern?

      Die Parkinson-Krankheit kann zu verschiedenen Störungen der Sehfähigkeit führen. In Studien klagen bis zu 70% der Parkinson-Patienten über Sehstörungen. Hierzu gehören u. a. Doppelbilder, Verschwommensehen oder ein gestörtes räumliches Sehvermögen.

      Es ist insbesondere wichtig gemeinsam mit einem Augenarzt zu unterscheiden, ob zusätzlich eine unabhängige Augenkrankheit vorliegt oder ob die Symptome direkt durch die Parkinson-Krankheit bedingt sind.

      Prof. Dr. T. Warnecke

    • Was kann bei Schluckstörungen helfen?

      Bei der Parkinson-Krankheit können Schluckstörungen auf den unterschiedlichen Ebenen des oberen Magen-Darmtraktes auftreten, also Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre. Hiervon sind im Krankheitsverlauf bis zu 80% der Parkinson-Patienten betroffen.

      Vor der Behandlung sollte eine ausführliche Diagnostik erfolgen, um das jeweilige Störungsmuster zu analysieren. Abhängig von der Art der Störung kann dann ein individuelles Schlucktraining, das üblicherweise durch Logopäden erfolgt, eine Verbesserung der Schluckeffizienz und Schlucksicherheit bewirken. Darüber hinaus kann bei bestimmten Störungen auch eine Optimierung der medikamentösen Parkinson-Therapie oder einer bestehenden tiefen Hirnstimulation einen positiven Effekt haben.

      Prof. Dr. T. Warnecke

    • Kann mir der Arzt ein Fahrverbot aussprechen?

      Ja, das kann der behandelnde Neurologe aussprechen, allerdings hat dieses Verbot nur eine Hinweis- oder Warnfunktion ist nicht von juristischer Relevanz. Rechtsverbindliche Fahrverbote darf nur die Fahrerlaubnisbehörde aussprechen.

      Allerdings sollte man die Empfehlung des Arztes beachten: im Falle eines Unfalles und bei Bekanntwerden der Erkrankung riskiert man seinen Versicherungsschutz und es besteht die Gefahr auch strafrechtlich belangt zu werden wegen Fahrlässigkeit bzw. vorsätzlicher Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, weil man um seine Defizite Bescheid wusste durch die Belehrung des Arztes.

      Thomas Hertkorn

    • Gibt es Tipps zum Erhalt der Fahrtauglichkeit trotz Morbus Parkinson?

      Es besteht die Möglichkeit durch verschiedene kognitive Trainingsprogramme seine Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit gezielt zu trainieren. Oft hilft auch das Umsteigen auf ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe, da hierdurch viel mehr Aufmerksamkeit auf den Verkehr gelenkt werden kann und das Fahren dadurch sicherer wird.

      Weitere Möglichkeit ist die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining für Senioren, durch eine sichere Fahrzeugbeherrschung und die richtige Verwendung von Assistenzsystemen kann viel Sicherheit dazugewonnen werden. (Nähere Infos zu Fahrsicherheit und PC Trainingsprogrammen können auf Wunsch gerne erfolgen).

      Thomas Hertkorn

    • Wo kann ich meine Fahrtauglichkeit testen lassen?

      Hier empfehle ich zwingend eine fachärztliche/fachpsychologische Untersuchung bei entsprechend qualifizierten Anbietern. Verschiedene Kliniken bieten dies an, es erfolgt eine neuropsychologische Untersuchung, gleichzeitig erfolgt eine PC Testung von Reaktions- und Aufmerksamkeitsleistungen und zusätzlich eine praktische Fahrprobe.

      Ich rate dringend zu einer solchen fachärztlichen Begutachtung, da im Falle von staatsanwaltlichen Ermittlungen bei Unfällen nur Gutachten von qualifizierten Personen anerkannt werden. Der Arzt muss Neurologe und Verkehrsmediziner sein, der Psychologe sollte idealerweise vertraut mit dem Krankheitsbild Parkinson sein und gleichzeitig Fachpsychologe für Verkehrspsychologie sein. Konkrete Anbieter können auf Nachfrage genannt werden.

      Thomas Hertkorn

    • Kann oder sollte ich mit Morbus Parkinson noch ein Auto fahren?

      Das Führen eines PKW trotz Parkinsonerkrankung ist in vielen Fällen unter bestimmten Auflagen in leichteren Erkrankungsstadien noch möglich. Es sollte immer in enger Abstimmung mit dem behandelnden Neurologen erfolgen und auch regelmäßige Überprüfungen der Fahreignung je nach Schweregrad sind dringend zu empfehlen. Im fortgeschrittene Stadium der Erkrankung und schwer ausgeprägten Symptomen wie Akinese, kognitiven Defiziten, Freezing, on-off Problematik ist eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich.

      Jährliche praktische Fahrproben in Kombination mit neurologischer Untersuchung stellen eine gute Möglichkeit dar, für sich selbst Sicherheit zu erlangen. Gerade das praktische fahren erlaubt die Überprüfung der motorischen Funktionen im realen Straßenverkehr (z.B. Fahrzeughandhabung, Gefahrenbremsung, Spurhalten, Ermüdung).

      Thomas Hertkorn

    • Was ist der Unterschied zwischen Morbus Parkinson und Parkinson Syndrom?

      James Parkinson hat einige Patienten mit ähnlichen Symptomen beschrieben. Das gemeinsame Auftreten der Symptome wurde als Krankheitsbild verstanden und nach ihm als Morbus Parkinson benannt. Das gemeinsame Auftreten bestimmter Symptome wird als Syndrom bezeichnet, beim Parkinson-Syndrom sind dies Bradykinese und Rigor sowie evtl. Tremor.

      Hinter dem Syndrom können sich viele Krankheiten verbergen. Im Falle des Parkinson-Syndroms sind dies symptomatische, atypische und genetische Formen sowie das idiopathische Parkinson- Syndrom, das weitgehend dem Morbus Parkinson entspricht.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Welche Schmerzen können bei Parkinson auftreten und welche Schmerzmittel darf und kann ich bei Bedarf mit Parkinson einnehmen?

      Beim Parkinson-Syndrom können alle Arten von Schmerz auftreten, zu nennen sind vor allem muskuloskelettale (Bewegungsapparat), artikuläre /arthritische(Gelenk), neuropathische Schmerzen, Schmerzen wegen einer Dystonie, des Rigor oder der Bradykinese und ein zentraler Schmerz.

      Wichtig ist auch die reduzierte Schmerzhemmung. Fast alle Schmerzmittel können zum Einsatz kommen. Dies muss individuell durch den Arzt festgelegt werden.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Was ist bei der Einnahme von L-Dopa zu beachten und warum darf L-Dopa nicht mit Eiweiß eingenommen werden?

      L-Dopa sollte nicht mit der Nahrung, sondern mindestens 30 Minuten vorher aufgenommen werden. Im Einzelfall muss man die Einnahme auch nach dem Essen wählen, hier sind mindestens 1 ½ Stunden einzuhalten. Grund hierfür ist, dass Aminosäuren in der Nahrung mit L-Dopa um die Resorption konkurrieren.

      Prof. Dr. Wolfgang Jost

    • Kann man durch die Parkinson – Krankheit/-Medikation aggressiv werden?

      Die Auswirkungen der Parkinsonkrankheit können manchmal so gravierend sein, dass man aus der Haut fahren möchte! Die Parkinson Medikamente können als Nebenwirkung in manchen Fällen Psychosen mit Alpträumen oder optischen Halluzinationen verursachen, die emotional mit Angst und Gegenwehr verbunden sein können, welches die Umwelt als aggressiv erlebt!

      Karin Junginger

    • Kann sich mit Parkinson die Persönlichkeit verändern. Wenn ja, wie?

      Mit Parkinson ändert sich die Persönlichkeit nicht, man bleibt wie man ist. Aber man muß an so Vieles denken und berücksichtigen (z.B. die Medikamente rechtzeitig nehmen, genügend Abstand zu den Mahlzeiten einhalten, etc), dass es unser Verhalten stark beeinflussen kann und mancher sich sehr in einer Zwangsjacke fühlt, was sich auf Lebensqualität und Zufriedenheit sehr auswirken kann!

      Sollte sich allerdings eine Demenz entwickeln kann sich die Persönlichkeit sehr verändern!

      Karin Junginger

    • Gibt es eine Parkinson-Demenz?

      Ja es gibt eine Parkinson-Demenz. Es ist allerdings nicht immer einfach diese zu diagnostizieren, da z. B. auch Durchblutungsstörungen des Gehirns zu dementiellen Entwicklung führen kann oder auch zusätzlich zur Parkinson Erkrankung eine Alzheimerdemenz entstehen kann.

      Karin Junginger

    • Kann Parkinson durch Stress ausgelöst werden?

      Es gibt keine Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Parkinson und dauerhaftem Stress nachweisen würden. Auch für die Hypothese der Mikrobiom Verschiebung als Ursache für Parkinson ist bisher kein Zusammenhang mit Alltagsstress nachgewiesen. Allerdings können einige Symptome, z.B. Tremor durch Stress verstärkt werden.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Wie kann sich Morbus Parkinson auf meine Gefühlswelt auswirken?

      Es gibt einige nicht motorische Symptome, die mehr oder weniger der Gefühlswelt zugeordnet werden können. Hierzu gehören z. B. die Parkinson Depression, die Anhedonie, die Angst und der Antriebsmangel.

      Diese müssen ebenso ernst genommen werden wie die motorischen Symptome und können ebenfalls durch Medikamente behandelt werden. Auch die Bekannten, motorischen Parkinson Symptome können als Reaktion auf die Erkrankung zu einer gedrückten Stimmungslage führen.

      Dr. med. Thomas Vaterrodt

    • Ist Morbus Parkinson bald heilbar oder kann man die Krankheit stoppen, z.B. durch eine Impfung?

      Die Möglichkeit einer Heilung in dem Sinne wie ein Knochenbruch verheilt oder wie man mit einem Antibiotikum eine Lungenentzündung stoppt, wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Wir können auch nicht das Altern stoppen. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir mittelfristig den Verlauf bestimmter Parkinson-Syndrome verlangsamen können.

      Dazu gehören Ansätze, die mit der Vorstellung einer „Impfung“ in Verbindung gebracht werden. Das können Medikamente sein, die als sogenannte monoklonale Antikörper ein bestimmtes Eiweiß im Körper auffangen oder eine aktive Impfung, die das Immunsystem anregen, solche Antikörper zu produzieren.

      Prof. Dr. Andres Ceballos-Baumann

    • Wie könnte die Therapie bei Morbus Parkinson in der Zukunft aussehen?

      Die Therapie in der Zukunft wird personalisierter sein und früher im Verlauf anfangen müssen. Personalisierter heißt, dass man sehr spezifisch für die jeweilige Unterform eines Parkinson-Syndroms therapieren wird. Das genetische Profil eines Patienten wird dabei eine zunehmende Rolle spielen.

      Früher im Verlauf heißt, dass man idealerweise schon mit einer solche Therapie beginnt, bevor sich die klassischen Symptome der Parkinson-Krankheit einstellen.

      Prof. Dr. Andres Ceballos-Baumann

    • Wie weit ist die Wissenschaft mit der Antikörper-Therapie bei Morbus Parkinson?

      Es sind schon einige Studien veröffentlicht worden, die zeigen, dass der Ansatz mit monoklonalen Antikörpern und mit einer aktiven Impfung gegen Synuklein prinzipiell möglich sind und auch sicher erscheinen. Eine Studie mit einem monoklonalen Antikörper hat in zumindest einer der verschiedenen Beurteilungsskalen Ergebnisse geliefert, die eine Verlangsamung des Krankheitsprozesses nahelegen.

      Das muss nun mit weiteren Studien bestätigt werden.

      Prof. Dr. Andres Ceballos-Baumann

    • Wie weiß ich, dass ich für eine THS geeignet bin?

      Sollte es trotz Anpassung der Medikation nicht zu einem befriedigenden Ergebnis bzgl. der Krankheitssymptomatik kommen, also bei Überbewegungen (Dyskinesien) und/oder Fluktuationen mit häufigen Off-Phasen, oder auch anderen Symptomen, dann könnte die THS die richtige Therapiemethode sein.

      Um zu klären, ob der Eingriff in Frage kommt, werden im Vorfeld Untersuchungen durchgeführt, wie zum Beispiel ein MRT vom Kopf, ein L-Dopa Test und eine neuropsychologische Testung. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen besprochen, um dann die individuelle Entscheidung zu treffen.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann es bei einer THS zu Nebenwirkungen kommen?

      Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen den Risiken einer Operation und stimulationsbedingten Nebenwirkungen. Im Rahmen der Operation gibt es die üblichen OP Risiken über die der Neurochirurg in einem Aufklärungsgespräch informieren wird. Die Risiken der Operation können mit einer guten Vorbereitung minimiert werden.

      Stimulationsbedingte Nebenwirkungen der THS könnten zum Beispiel eine Verschlechterung der Sprache sein, Verkrampfungen oder Stimmungsschwankungen. Die Nebenwirkungen können durch Anpassung der Stimulation und/ oder der Medikation in der Regel behoben werden.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann ich eine THS rückgängig machen?

      Die THS kann abhängig von der erzielten Wirkung und mit Fortschreiten der Erkrankung immer wieder angepasst werden.

      Eine THS ist reversibel, wenn der Patient das wünscht, kann die Stimulation ausgeschaltet oder das System komplett entfernt werden. Solche Anfragen kommen jedoch sehr selten vor.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann ich trotz einer THS mit einem MRT untersucht werden?

      Die meisten THS-Systeme sind MRT fähig. Insbesondere für die neueren Stimulationssysteme gilt, dass eine MRT Untersuchung mit Einschränkungen möglich ist.

      Sie haben die CE-Zertifizierung für Ganzkörper- MRT-Untersuchungen unter definierten Bedingungen. Patienten sollten mit dem implantierenden Zentrum oder ihrem Neurologen sprechen, wenn eine MRT-Untersuchung nötig ist.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann meine THS beschädigt werden, wenn ich mir den Kopf anstoße?

      Eine direkte Beschädigung der Elektroden ist unwahrscheinlich. Es muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass Sie keine äußere Verletzung erlitten haben! Dies könnte eine Eintrittspforte für Keime bilden und im schlimmsten Fall muss die Elektrode gezogen werden.

      Aus diesem Grund nach einem Sturz oder Stoß den Kopf IMMER kontrollieren oder die Wunde einem Arzt zeigen oder fotografieren! Sollte eine offene Wunde vorliegen – auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

      Prof. Dr. med. Sergiu Groppa

    • Kann ich mit Morbus Parkinson noch meinen Beruf ausüben?

      Die Parkinsonerkrankung sollte so gut behandelt sein, dass die Teilhabe in allen Lebensbereichen insbesondere im Beruf so lange wie möglich aufrechterhalten bleibt. Viele Parkinson-Patienten sind so gut eingestellt, dass sie weiterhin ihrem Beruf nachgehen.

      Insbesondere bei Auftreten von Schwierigkeiten im Sinne von Berufsrelevanten Funktionsstörungen, sollten diese im Rahmen eingeleiteter aktivierender Therapien gezielt trainiert und die bestehenden Fähigkeiten weiterausgebaut werden.

      Dr. Pantea Pape

    • Wie soll ich mich meinem Arbeitgeber gegenüber verhalten und soll/muss ich ihm mitteilen, dass ich an Morbus Parkinson erkrankt bin?

      Als Parkinson erkrankter verhalten Sie sich ganz normal, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

      Sie haben keine Verpflichtung, Ihrem Arbeitgeber gegenüber.

      Dr. Pantea Pape

    • Ist ein Arbeitgeber verpflichtet mir einen gesundheitsangepassten Arbeitsplatz zuzuteilen, wenn ich meine Arbeit auf meinem bisherigen Platz nicht mehr ausführen kann?

      Bei jeder krankheitsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber stets zuvor prüfen, ob ein sogenannter „leidensgerechter Arbeitsplatz“ freigemacht oder geschaffen werden kann, auf dem eine Weiterbeschäftigung des erkrankten Mitarbeiters trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen möglich ist. Die Rechtsprechung verlangt vom Arbeitgeber hierbei (soweit möglich) auch, Arbeitsabläufe zu ändern, Aufgaben umzuverteilen und andere Mitarbeiter zu versetzen.

      Allerdings muss der Arbeitgeber einen leidensgerechten Arbeitsplatz nicht dadurch schaffen, dass er andere Mitarbeiter kündigt, um dem erkrankten Mitarbeiter dann diesen leidensgerechten Arbeitsplatz zuweisen zu können. Ist jedoch mit dieser Einschränkung die Schaffung eines leidensgerechten Arbeitsplatzes möglich, darf der Arbeitgeber nicht krankheitsbedingt kündigen. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber vor einer krankheitsbedingten Kündigung auch ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchführen.

      Allerdings ist die Durchführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements keine Wirksamkeitsvoraussetzung für eine krankheitsbedingte Kündigung. Lediglich die – ohnehin schon hohe – Darlegungslast des Arbeitgebers im Kündigungsschutzprozess erhöht sich ohne Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements nochmals.

      Dr. Pantea Pape

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