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JuPa · Junge Parkinsonkranke · RLP-Süd

Zu jung?

Zu jung für Parkinson?

Etwa zehn Prozent aller Parkinsonbetroffenen wurden vor ihrem 40. Lebensjahr mit der Krankheit konfrontiert. Diese sogenannten „Young-Onset“-Patienten sind also keine Seltenheit, doch meistens vergeht viel Zeit zwischen den anfänglichen Symptomen der Krankheit und der Diagnose Parkinson.

Das ist nicht verwunderlich, denn jüngere Menschen befinden sich im Allgemeinen in einer völlig anderen sozialen, psychischen und körperlichen Situation als ältere. Somit sind sie ganz anderen Auswirkungen der Krankheit ausgesetzt, welche wiederum einen anderen Umgang mit der Erkrankung erfordern.

Es gibt also keine exakte Altersschranke, welche die Krankheit Parkinson nicht unterschreitet. Die Probleme, die Parkinson mit sich bringt, sind bei jungen und älteren Betroffenen jedoch sehr unterschiedlich.

Als ich 1999 die Diagnose erhielt, warf es mich völlig aus der Bahn. Ich hatte keine Ahnung von all dem was auf mich zukam. Seit ich in der Selbsthilfegruppe bin und durch diese ein neues Aufgabenfeld gefunden habe konzentriere ich mich auf die Frage: "Was kann ich für mich und für andere tun?"

Wilfried Scholl

Diagnose Parkinson

Früherkennung ist häufig ein Glücksfall. Kaum ein Arzt vermutet bei einem knapp Vierzigjährigen mit Gelenk- oder Rückenproblemen ausgerechnet Parkinson. Von noch jüngeren Betroffenen ganz zu schweigen.

Parkinson wird Dich als „Young Onset“-Patient über einen sehr langen Zeitraum begleiten. Das bedeutet, dass Du dich die nächsten Jahrzehnte mit der Erkrankung auseinandersetzen musst. Damit verbunden sind die gesundheitlichen, physischen, psychischen und sozialen Veränderungen, die Parkinson mit sich bringt.

Mit diesen Veränderungen, die auch für Dich bedeutend sein können, kennen wir uns aus.

Ansprechpartner und Hilfe findest Du in unserer Selbsthilfegruppe.

Offener Umgang mit Parkinson

Rückzug und Verschlossenheit sind nicht selten Zwischenstationen eines Parkinson-Patienten. Sie führen in die Isolation und lassen Angehörige und Freunde, die ihre Hilfe anbieten, verzweifeln.

Darum ist es wichtig, dass Du dir frühzeitig bewusst machst, dass Unterstützung von anderen zu irgendeinem Zeitpunkt unumgänglich ist.

Getreu dem Motto: „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“ ist Offenheit das Schlüsselwort bei der Diagnose Parkinson.

Nur wenn Du offen über die Krankheit Parkinson und die daraus resultierenden Probleme redest, kannst Du auch auf Verständnis hoffen und bist im Stande deine sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten. Entscheidend ist auch, dass Du die Hilfe, die Du angeboten bekommst auch wirklich nur annimmst, wenn sie eine Entlastung für Dich bedeutet.

Wer zu seiner Erkrankung steht, kommt meist besser damit klar!

Beziehung & Partnerschaft

Leben mit der Diagnose Parkinson müssen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Personen in ihrem näheren Umfeld. Oft verändert sich die Partnerschaft, denn Begleitsymptome wie Stimmungsschwankungen oder gar Depression, können die Beziehung auf den Prüfstand stellen. Deshalb ist es wichtig Gefühle offen anzusprechen und eine gemeinsame Lösung zu finden.

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Umgang mit Kindern & Jugendlichen

Auch hier hat sich Offenheit und Ehrlichkeit bewährt – Eltern sollten ihre Kinder über die Krankheit Parkinson informieren, um so Zukunftsängsten entgegenzuwirken. Ziel ist es, den Kindern die Erkrankung eines Familienmitgliedes verständlich zu erklären.

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Jung – Parkinson! Ein Widerspruch?

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