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JuPa · Junge Parkinsonkranke · RLP-Süd

Partnerschaft

Partnerschaft auf dem Prüfstand

Ob man will oder nicht – durch die Diagnose Parkinson verändert sich nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das der Menschen in ihrem Umfeld.

Zwischenmenschliche Beziehungen stehen auf dem Prüfstand, insbesondere Partnerschaften.

Sowohl die Symptome von Parkinson, als auch die daraus entstandenen Folgen, wie beispielsweise Depressionen, führen in einer Beziehung oft zu Problemen.

Der Betroffene empfindet sich häufig als unattraktiv, hat Versagens- und Verlustängste oder zieht sich komplett zurück. Dies kann zum Katalysator für die oftmals bereits vorhandenen Partnerschaftsprobleme werden. Doch auch intakte Beziehungen können durch die Diagnose Parkinson aus der Bahn geworfen werden.

In vielen Fällen kann auch die veränderte Rollenverteilung zu einem Konfliktpunkt werden. Rede mit deinem Partner darüber! Ehrlichkeit und Offenheit tragen maßgeblich dazu bei, dass die Partnerschaft nicht unter der Krankheit Parkinson leidet.

Liebe und Zuwendung gibt es nicht auf Rezept – umso wichtiger ist es, dass sich beide Partner Rückhalt und Verständnis entgegenbringen. Auch eine Paartherapie kann dabei helfen, einen neuen gemeinsamen Weg mit Parkinson zu finden.

Denn um Probleme zu lösen, müssen diese zunächst erkannt und dann auch angesprochen werden.

Parkinson & Sexualität

Junge Parkinson-Patienten berichten oft, dass sich die Krankheit auf ihre Sexualität auswirkt. Viele Betroffene schämen sich, ihre Probleme beim Arzt oder Therapeuten anzusprechen. Doch diese Scham ist unbegründet und sollte überwunden werden.

Sexuelle Unlust und Erektionsstörungen treten oft als Nebenwirkung einer medikamentösen Behandlung von Parkinson auf. Doch auch psychische Hemmungen und Depression können ein Auslöser für Sexualstörungen sein.

Offene Gespräche mit dem Partner schaffen Missverständnisse und Frustration aus dem Weg!

 

Das Gegenteil, die sogenannte Hypersexualität, kann als mögliche Nebenwirkung bei der Behandlung mit Dopaminagonisten auftreten. Parkinson-Patienten berichten hier von einem außergewöhnlich starken Interesse an sexuellen Aktivitäten, welches vor der Einnahme von Dopaminagonisten nicht vorhanden war. Die Hypersexualität kann eine Herausforderung für die Beziehung darstellen. Auch hier solltest Du offen mit deinem Partner über die Veränderung deiner Libido sprechen. Werden sexuelle Störungen zur Belastung, solltest Du dir ärztlichen Rat einholen. Eine Umstellung der Parkinson-Medikamente oder eine individuelle Therapie können die unerwünschten Nebenwirkungen mindern.

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