Veranstaltungsbericht Aktionstag 2023

„Ich bin nicht allein mit meiner Krankheit“

Aktionstag mit über 700 Besuchern in Frankenthal

Am 28. Oktober öffnete das Congressforum in Frankenthal/Pfalz die Tore für den Aktionstag „Leben mit Parkinson“.

Möglich gemacht haben ihn die Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland und Junge Parkinsonkranke (JuPa) Rheinland-Pfalz der dPV. Wilfried Scholl, 2. Bundesvorsitzender und Landesbeauftragter Rheinland-Pfalz/Saarland, hieß mit seinem Team 728 Besucher, darunter Betroffene und deren Angehörige sowie Besucher aus der Kranken- und Altenpflege, willkommen.

Auch die 1. Bundesvorsitzende der dPV, Tina Siedhoff nahm an der Veranstaltung teil.

Blick in die Zuschauermenge des Aktionstages

Nach der Begrüßung durch Scholl und dem Grußwort von Tina Siedhoff informierte Prof. Marcus Unger, Chefarzt der Klinik für Neurologie, SHG-Kliniken Sonnenberg, Saarbrücken, in seinem Vortrag darüber, dass Parkinson mehr als eine Erkrankung des Gehirns ist.

Um kognitive Störungen, Depression, Schlafstörungen und Halluzinationen ging es im Vortrag von Prof. Matthias Maschke, Chefarzt der Neurologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

Prof. Rüdiger Hilker-Roggendorf, Chefarzt Neurologie des Klinikums Vest, Recklinghausen, stellte die bildgebenden Verfahren bei Parkinson vor.

Im Anschluss daran nutzten viele Besucher auch die Gelegenheit, ihre Fragen den Experten persönlich zu stellen.

Prof. Dr. Andres Ceballos-Baumann, Chefarzt der Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie, Schön Klinik München-Schwabing, referierte im zweiten Programmteil über „Schmerzen bei Morbus Parkinson“.

„Neuromodulation bei Parkinson: Von Schall, Strom und Magnet. Wie weit ist die Forschung?“ hieß der Vortrag von Prof. Lars Wojtecki, Ärztlicher Direktor am Hospital zum Heiligen Geist Kempen.

Danach informierte Dr. Thomas Vaterrodt, Saarbrücken, darüber, dass eine frühzeitige korrekte Differentialdiagnose, bei der idiopathischer Parkinson vom atypischen Parkinson-Syndrom unterschieden wird, für die Prognose-Einschätzung und die Planung der Therapie von großer Bedeutung sind.

Dr. Robert Liszka, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Akutgeriatrie, Marienhaus Klinikum St. Wendel-Ottweiler, referierte zum Schluss über die Fahreignung bei Parkinson.

In den Pausen konnten die Besucher in dafür reservierten Sprechzimmern Fragen an die Experten stellen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, sich über die Parkinson-Selbsthilfe sowie bei 20 Ausstellern über Fachkliniken, Hilfsmittel und anderes zu informieren.

„Ich bin nicht allein mit meiner Krankheit“. Diese Aussage gilt auch als Appell an alle Betroffene und deren Angehörige, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Wie wichtig Selbsthilfe ist, zeigte die große Resonanz dieser Veranstaltung.

Fazit

Weitere Informationen

Ihr wollt mehr erfahren und Euch die einzelnen Vorträge nochmal als Video ansehen?

Auf www.parkinsontage.de kann man sich die Mitschnitte und Vortrags-PDFs ansehen.

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