Junge Parkinsonkranke

Rheinland-Pfalz-Süd

Zu jung für Parkinson?

Früherkennung ist häufig ein Glücksfall. Kaum ein Arzt vermutet bei einem knapp Vierzigjährigen mit Gelenk- oder Rückenproblemen ausgerechnet Parkinson. Von noch jüngeren Betroffenen ganz zu schweigen.

Doch sogenannte „Young-Onset“-Patienten sind keine Seltenheit. Es gibt keine exakte Altersschranke, welche die Krankheit nicht unterschreitet, doch die Probleme, die sie mit sich bringt, sind bei jungen und älteren Betroffenen sehr unterschiedlich. Das ist nicht verwunderlich, denn jüngere Menschen befinden sich im Allgemeinen in einer völlig anderen sozialen, psychischen und körperlichen Situation als ältere.

Somit sind sie ganz anderen Auswirkungen der Krankheit ausgesetzt, welche wiederum einen anderen Umgang mit der Erkrankung fordern.

Parkinson wird Sie als „Young Onset“-Patienten über einen sehr langen Zeitraum begleiten. Das bedeutet, dass voraussichtlich die nächsten 30–40 Jahre von der Notwendigkeit geprägt sein werden, sich auf die mit der Erkrankung verbundenen gesundheitlichen, physischen, psychischen und sozialen Veränderungen einzulassen.

Mit diesen Veränderungen, die auch für Sie bedeutend sein können, kennen wir uns aus.

Als ich 1999 die Diagnose erhielt, warf es mich völlig aus der Bahn. Ich hatte keine Ahnung von all dem was auf mich zukam. Seit ich in der Selbsthilfegruppe bin und durch diese ein neues Aufgabenfeld gefunden habe konzentriere ich mich auf die Frage: "Was kann ich für mich und für andere tun?"

Ich freue mich meine Erfahrungen weiter geben zu können und Sie bei Bedarf zu beraten!

Wilfried Scholl