Junge Parkinsonkranke

Rheinland-Pfalz-Süd

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Rückzug und Verschlossenheit sind nicht selten Zwischenstationen eines Parkinson-Patienten. Sie führen in die Isolation und lassen Angehörige und Freunde, die ihre Hilfe anbieten, verzweifeln.

Darum ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig bewusst machen, dass Unterstützung von anderen zu irgendeinem Zeitpunkt unumgänglich ist.

Getreu dem Motto: „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“ ist Offenheit das Schlüsselwort.

Nur wenn Sie über Ihre Krankheit und die daraus resultierenden Probleme reden, können Sie auch auf Verständnis hoffen und sind imstande Ihre sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten. Entscheidend ist auch, dass Sie die Hilfe, die Sie angeboten bekommen auch wirklich annehmen, wenn sie eine Entlastung für Sie bedeutet.

Gerade bei Verwandten und Freunden – sind sie es doch, die uns allen am nächsten stehen und für die wir umgekehrt genauso da wären. Aus diesem Grund sollte mit falscher Zurückhaltung gebrochen werden.

Wer zu seiner Erkrankung steht, kommt meist besser damit klar!

„Es war schon ein großer Schock zu hören, dass mein Vater so krank ist. Erst wollte ich es nicht wahr haben – doch es ist einfach so … Ihm zu helfen, ihn zu unterstützen, gibt mir ein gutes Gefühl und tut ihm gut. Geteiltes Leid ist nun mal halbes Leid!

Lisa-Kristin Scholl